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Brand im Krefelder Zoo

In der Silvesternacht 2020 hat ein Brand das Affenhaus im Krefelder Zoo vollständig zerstört. Innerhalb von kürzester Zeit griff der Brand auf alle Teile des Gebäudes über, Rettungsmaßnahmen für die Tiere waren trotz schneller Alarmierung der Feuerwehr nicht mehr möglich.

 

Wie inzwischen bekannt gegeben wurde, sollen fliegende Papierballons mit Kerzen, sogenannte Himmelslaternen, die Brandursache gewesen sein. Das Fliegenlassen dieser Ballons ist verboten, denn der Absender hat nicht in der Hand, wohin sein Ballon fliegt und wen er damit eventuell schädigen könnte.

 

Die schnelle Brandausbreitung könnte der Eigenheit eines Tiergeheges geschuldet sein, in dem brennbares Material wie Heu, Stroh, Laub oder sonstiges Streu locker und über weite Flächen sowohl am Boden als auch an Wänden und Decken verteilt ist, um den Tieren einen behaglichen, naturähnlichen Raum zu schaffen. Trockenes Material in Verbindung mit lockerer Schüttung bietet eine ausgezeichnete Grundlage für die Entwicklung von Feuer.

 

Hätten Sicherungsmaßnahmen die Tiere retten können? Vermutlich nicht. Übliche Brandschutzeinrichtungen sind auf die Besonderheiten von Menschen auslegt. Tiere sind keine Menschen. Sie verstehen einen Alarm nicht und können Türen als Rettungswege nicht benutzen. Affen, die sich in hohen Räumen im Laub verstecken, können durch die Feuerwehr nur schwer erkannt werden und keinesfalls ohne Eigengefährdung der Mannschaft gerettet werden.

 

Möglicherweise bleibt die Erkenntnis, dass es ein tragischer Unglücksfall ist, der die Grenzen des Machbaren aufzeigt.

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